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Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum diskutiert

Welche Mobilitätsangebote gibt es für Jugendliche auf dem Land? Können Fahrten von Menschen und Einkäufen kombiniert werden? Was bringt das Teilen von Autos und Rädern? Vertreterinnen und Vertreter, die zukünftige Mobilitätsformen im ländlichen Raum testen, trafen sich kürzlich in Magdeburg, um erste Erfahrungen auszutauschen.

Kurzer Draht bei weiten Wegen

Wenn die Wege im ländlichen Raum weit sind, müssen intelligente Lösungen her. Welche flexiblen Angebote können die Mobilität auf den Dörfern verbessern? Was sind die Chancen, wenn Autos, Fahrräder und Motorräder in der Nachbarschaft getauscht werden? Welche Hürden gibt es beim Car-, Bike- und Ride-Sharing? 

Expertinnen und Experten diskutieren das kürzlich in Magdeburg beim dritten Vernetzungstreffen des Förderprogramms „LandMobil – Unterwegs in ländlichen Räumen“. Noch gut ein Jahr lang werden in verschiedenen Modellprojekten Konzepte getestet, um die Mobilität im ländlichen Raum zu verbessern.

Angesprochen wurde zum Beispiel, welche Angebote Jugendlichen in ländlichen Räumen gemacht werden können. Oder ob eine Kombination im öffentlichen Nahverkehr, bei der Menschen und Waren von Ort zu Ort transportiert werden, unnötige Doppelfahrten vermeiden und die Effizienz steigern können.

Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet

Der Erfolg neuer Angebote für Mobilität im ländlichen Raum sei abhängig von drei Faktoren, erklärte Dr. Konrad Götz vom Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main. Die Fähigkeit – beispielsweise zum Umgang mit digitalen Angeboten wie Apps auf dem Smartphone und selbst die Fähigkeit zum Fahrradfahren – sei eine Grundvoraussetzung. 

Notwendig sei auch eine entsprechend ausgestattete Infrastruktur. Und die Motivation sei ebenfalls ein wichtiger Punkt. Anreize könnten durch Zeitgewinne und Umweltvorteile geschafft werden.

Hintergrund:

Das Programm „LandMobil“ ist ein Baustein des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Umgesetzt wird es vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Universität Kassel wertet die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik aus.