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Zensus: Deutschland zählt

Gibt es genug Schulen in jeder Stadt und Gemeinde? Wo müssen Straßen gebaut werden? Deutschland zählt und macht eine „Inventur“. Es gibt wieder eine Bevölkerungs- und Wohnungserhebung – den Zensus. Die bundesweite Befragung dauert rund zwölf Wochen.

Wo wird eine neue Straße gebaut? Sind in den Kindertagesstätten der Städte und Gemeinden auch ausreichend Plätze vorhanden? Oder muss eine neue Betreuungseinrichtung gebaut werden? Und eine Schule auch gleich noch?

Wo Wohnungen, Verkehrsnetze oder Bildungseinrichtungen gebaut werden, wird in Deutschland in erster Linie auf der Basis von Daten entschieden. Darum sind verlässliche Zahlen darüber, wie viele Menschen in welchen Regionen und wie sie leben, aber auch Gebäude- und Wohnungszahlen enorm wichtig. 

Deutschland erhebt deshalb 2022 wieder den Zensus, eine bundesweite Befragung. Sie dauert rund zwölf Wochen. Die Ergebnisse der Zensus-Erhebung dienen auch für die Einteilung von Wahlkreisen, die Stimmenverteilung im Bundesrat, für die Länderfinanzausgleiche und den kommunalen Finanzausgleich.

Rund 10 Millionen Haushalte werden befragt

Die Größe der in Deutschland lebenden Bevölkerung wird über die amtlichen Melderegister erhoben. Das erleichtert einiges: nicht alle müssen befragt werden wie bei einer klassischen Volkszählung. 

Ergänzt werden diese Zahlen aber durch eine Haushaltsbefragung. Über zehn Millionen in Deutschland lebende Menschen wurden per Zufallsprinzip ausgewählt, Fragen zu ihrer aktuellen Situation zu beantworten.

Die Teilnahme an der staatlich gesteuerten Umfrage ist übrigens erste Bürgerinnen- und Bürgerpflicht. Zusätzlich werden alle in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften lebenden Menschen gezählt.

Und: In Deutschland gibt es rund 23 Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden. Sie werden ebenfalls alle befragt.