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Bevölkerungsentwicklung: Deutschland schrumpft

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren gesunken. Prognosen zeigen: Der demografische Wandel könnte sich weiter verschärfen und stellt Arbeitsmarkt, Kommunen und soziale Sicherungssysteme vor große Herausforderungen.

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren zurückgegangen. Darauf weist eine aktuelle Bevölkerungsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hin. Nach aktuellen Prognosen könnte sich dieser Trend in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen. Der demografische Wandel stellt damit Wirtschaft, Arbeitsmarkt und soziale Sicherungssysteme vor große Herausforderungen.

Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland – etwa 100.000 weniger als im Vorjahr. Zwar konnte Zuwanderung den Bevölkerungsrückgang in den vergangenen Jahren häufig ausgleichen. Laut aktueller Prognosen reicht die Nettozuwanderung jedoch zunehmend nicht mehr aus, um die niedrigen Geburtenzahlen und die steigende Zahl der Sterbefälle auszugleichen.

Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnte die Bevölkerung Deutschlands bis 2045 auf etwa 81,1 Millionen Menschen sinken. Gleichzeitig nimmt die Alterung der Gesellschaft weiter zu. Während die Zahl älterer Menschen steigt, geht die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zurück.

Demografischer Wandel verstärkt Fachkräftemangel

Die Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Bis 2045 könnte die Zahl der Erwerbspersonen deutlich sinken. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Fachkräften in vielen Bereichen, etwa im Gesundheitswesen, in der Pflege oder im Handwerk.

Auch Kommunen stehen vor neuen Aufgaben. Sie müssen Infrastruktur, Wohnen und Daseinsvorsorge an veränderte Bevölkerungsstrukturen anpassen. Besonders ländliche Regionen sind davon betroffen.

Zuwanderung bleibt wichtiger Faktor

Die Prognosen zeigen zudem, dass Zuwanderung weiterhin eine zentrale Rolle für die Bevölkerungsentwicklung spielt. Ohne ausreichende Nettozuwanderung wird sich der Bevölkerungsrückgang weiter verstärken.

Die Debatte um demografische Entwicklung betrifft damit viele gesellschaftliche Bereiche – von Fachkräftesicherung über soziale Sicherungssysteme bis hin zur regionalen Entwicklung und gleichwertigen Lebensverhältnissen.

Weitere Informationen:
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) – IW-Kurzbericht „Die Zeichen stehen wieder auf Schrumpfung“ (2026)