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Demografischer Wandel: Strategien für eine alternde Gesellschaft

Die Leopoldina fordert eine bessere Koordination der Demografiepolitik. Ein neues Diskussionspapier gibt konkrete Handlungsempfehlungen, um den Herausforderungen des Alterns zu begegnen.

Demografischer Wandel: Strategien für eine alternde Gesellschaft

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat mit dem Diskussionspapier "Demografischen Wandel und Altern gestalten – Interdisziplinäre Impulse für einen ressortübergreifenden Ansatz (2025)" einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte über die demografische Entwicklung in Deutschland geleistet. Die Publikation, erschienen als Diskussion Nr. 37, beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus einer alternden Gesellschaft ergeben, und gibt konkrete Empfehlungen für die Politik.

Herausforderungen des demografischen Wandels

Deutschland steht vor tiefgreifenden demografischen Veränderungen. Die Kombination aus niedrigen Geburtenraten und steigender Lebenserwartung führt dazu, dass der Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft stetig wächst. Diese Entwicklung stellt insbesondere die Pflege- und Gesundheitssysteme, die sozialen Sicherungssysteme sowie den Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bedeutet der demografische Wandel aber auch Chancen – etwa durch neue Konzepte für das Arbeiten im Alter oder innovative Versorgungsmodelle.

Handlungsempfehlungen für eine zukunftsorientierte Demografiepolitik

Das Diskussionspapier formuliert verschiedene Handlungsansätze, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Dazu zählen unter anderem:

  • Eine bessere Verzahnung von Gesundheits-, Renten- und Arbeitsmarktpolitik
  • Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, auch durch eine gezielte Einwanderungspolitik
  • Neue Konzepte für altersgerechtes Arbeiten und lebenslanges Lernen
  • Die Stärkung der Pflege- und Versorgungsstrukturen für eine alternde Gesellschaft

Fazit

Das Papier der Leopoldina unterstreicht die Notwendigkeit einer strategisch abgestimmten Demografiepolitik, die ressortübergreifend gedacht wird. Nur durch eine vorausschauende Planung und koordinierte Maßnahmen kann Deutschland den demografischen Wandel aktiv gestalten, anstatt lediglich auf seine Folgen zu reagieren.

Weiterführende Informationen 

https://www.leopoldina.org/publikationen

An dem Diskussionspapier haben mitgewirkt: Die Mediziner Hartmut Geiger (Ulm) und Gerd Kempermann (Dresden), die Psychologin Alexandra M. Freund (Zürich), die Primatenforscherin Julia Fischer (Göttingen) und die Demografieforscher Michaela Kreyenfeld (Berlin) und Marc Luy (Wien).