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Geburtenrückgang und steigende Sterbefälle verstärken demografischen Wandel in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verzeichnet 2025 einen neuen Tiefstand bei den Geburten, während die Zahl der Sterbefälle erneut steigt. Das Geburtendefizit erreicht damit einen neuen Höchststand seit 1990.

Geburtenrückgang und steigende Sterbefälle verstärken demografischen Wandel in Sachsen-Anhalt

Im Jahr 2025 wurden in Sachsen-Anhalt 11.978 Kinder lebend geboren. Das entspricht einem Rückgang um 548 bzw. 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und setzt den seit neun Jahren anhaltenden Abwärtstrend fort. Damit erreicht die Zahl der Geburten einen neuen Tiefstand seit der Wiedervereinigung.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle wieder an. Insgesamt starben 34.865 Menschen, 660 mehr als im Jahr 2024. Nach zwischenzeitlich rückläufigen Werten in den Vorjahren zeigt sich damit erneut eine gegenteilige Entwicklung zu den Geburtenzahlen.

Aus dem Zusammenspiel beider Entwicklungen ergibt sich ein Geburtendefizit von 22.887 Personen. Dieser Wert stellt den höchsten negativen Saldo zwischen Geburten und Sterbefällen seit 1990 dar.

Regional zeigen sich Unterschiede: Während in Halle (Saale) die meisten Geburten registriert wurden, konnte nur in Magdeburg ein leichter Anstieg verzeichnet werden. In allen übrigen kreisfreien Städten und Landkreisen gingen die Geburtenzahlen zurück. Auch bei den Sterbefällen zeigt sich ein uneinheitliches Bild mit Rückgängen in wenigen Regionen, während in der Mehrzahl der Landkreise ein Anstieg zu verzeichnen war.

Die Entwicklung verdeutlicht den anhaltenden demografischen Wandel in Sachsen-Anhalt mit einer zunehmenden natürlichen Bevölkerungsabnahme.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 131/2026 abrufbar unter:

www.statistik.sachsen-anhalt.de