Demografischer Wandel in Sachsen-Anhalt

Laut der Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes leidet Ostdeutschland stärker unter den Folgen von Rückgang und Alterung der Bevölkerung als der Westen der Bundesrepublik. Der Demografische Wandel fällt in den neuen Bundesländern mit den strukturellen Umbrüchen von 1989 zusammen. Deshalb ist der Osten der Republik besonders betroffen.

So ist in Sachsen-Anhalt seit 1990 die Zahl der Einwohner kontinuierlich zurückgegangen - insgesamt um rund 22 Prozent von 2,9 Millionen auf derzeit 2,2 Millionen. Laut aktueller Vorausberechnungen hält dieser Trend weiter an: Nach der 6. Regionalisierten Bevölkerungsprognose werden im Jahr 2030 voraussichtlich weniger als zwei Millionen Menschen in Sachsen-Anhalt leben.

Der demografische Wandel ist jedoch nicht nur vom Rückgang der Bevölkerungszahl gekennzeichnet. Mindestens ebenso gravierend sind die Verschiebungen in der Alterspyramide. Der Anteil der über 65-Jährigen wird dann voraussichtlich von ca. 25 Prozent im Jahre 2015 auf ca. 33 Prozent im Jahr 2030 ansteigen.

Der Rückgang der Einwohnerzahl und die veränderte Struktur der Bevölkerung erfordern Anpassungs- und Gegenmaßnahmen in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens - der Finanzpolitik, der medizinischen und sozialen Versorgung, der Bereitstellung von Kindergarten-, Schul- und Ausbildungsplätzen bis hin zu Städtebau und Wohnungswesen und der Bereitstellung der Infrastruktur, insbesondere in den ländlichen Regionen. Gerade vor dem Hintergrund enger werdender finanzieller Spielräume sind langfristige Antworten gefragt!

Schließlich birgt der Demografische Wandel aber auch eine Reihe positiver Aspekte. So bringt der bevorstehende Renteneintritt zahlreicher Älterer einen zunehmenden Bedarf an Fachkräften und Hochschulabsolventen für die heimische Wirtschaft mit sich. Das wiederum erhöht die Chancen für junge, gut ausgebildete Menschen, in der Heimat zu bleiben oder nach Sachsen-Anhalt zurückzukehren.

In Sachsen-Anhalt hat man sich den Aufgaben des Demografischen Wandels schon vor Jahren angenommen, in den Kommunen, den Landkreisen und im Land.

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